Landeskunde

Landeskunde

USA

Geographie und Landschaft

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl. United States of America, kurz USA) umfassen mit einer Größe von 9.826.630 km² rund 40 % der Fläche Nordamerikas und sind somit nach Russland und Kanada der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde. Von den insgesamt 50 Bundesstaaten bilden 48 Bundesstaaten sowie der District of Columbia (Bundesdistrikt) das Kernland der USA. Außerdem gehören das nordwestlich gelegene Alaska und die pazifische Inselgruppe Hawaii sowie die politisch angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) dazu.

Die 50 Bundesstaaten der USA:

Staat

Hauptstadt

Abkürzung

Alabama

Montgomery

AL

Alaska

Juneau

AK

Arizona

Phoenix

AZ

Arkansas

Little Rock

AR

California

Sacramento

CA

Colorado

Denver

CO

Connecticut

Hartford

CT

Delaware

Dover

DE

Florida

Tallahassee

FL

Georgia

Atlanta

GA

Hawaii

Honolulu

HI

Idaho

Boise

ID

Illinois

Springfield

IL

Indiana

Indianapolis

IN

Iowa

Des Moines

IA

Kansas

Topeka

KS

Kentucky

Frankfort

KY

Louisiana

Baton Rouge

LA

Maine

Augusta

ME

Maryland

Annapolis

MD

Massachusetts

Boston

MA

Michigan

Lansing

MI

Minnesota

Saint Paul

MN

Mississippi

Jackson

MS

Missouri

Jefferson City

MO

Montana

Helena

MT

Nebraska

Lincoln

NE

Nevada

Carson City

NV

New Hampshire

Concord

NH

New Jersey

Trenton

NJ

New Mexico

Santa Fe

NM

New York

Albany

NY

North Carolina

Raleigh

NC

North Dakota

Bismarck

ND

Ohio

Columbus

OH

Oklahoma

Oklahoma City

OK

Oregon

Salem

OR

Pennsylvania

Harrisburg

PA

Rhode Island

Providence

RI

South Carolina

Columbia

SC

South Dakota

Pierre

SD

Tennessee

Nashville

TN

Texas

Austin

TX

Utah

Salt Lake City

UT

Vermont

Montpelier

VT

Virginia

Richmond

VA

Washington

Olympia

WA

West Virginia

Charleston

WV

Wisconsin

Madison

WI

Wyoming

Cheyenne

WY

Das Kernland der USA grenzt im Norden auf einer Länge von rund 6.000 km an Kanada, im Süden an Mexiko und den Golf von Mexiko. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Im Westen befindet sich der Pazifische Ozean und im Osten der Atlantische Ozean. Zwischen beiden erstreckt sich das Kernland der USA auf rund 4.500 km².

Aufgrund der Größe der USA gestaltet sich das Landschaftsbild sehr vielfältig: Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi River und Missouri River, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der Vereinigten Staaten. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii.

Den höchsten Punkt der USA bildet mit 6.195 m der in Alaska liegende Mt. Denali (bis 31.08.2015 bekannt unter dem Namen Mount McKinley). Im Death Valley befindet sich mit 86 m unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt.

Wirtschaft

Der Status der USA als stärkste Wirtschaftsmacht, die rund ein Fünftel des jährlichen Welteinkommens erwirtschaftet, gründet sich auf ein großes, rohstoffreiches und gut erschlossenes Territorium auf einen großen Binnenmarkt sowie auf ein durch unternehmerische Initiative und freien Handel gekennzeichnetes Wirtschafts- und Finanzsystem. Der US-Dienstleistungssektor erwirtschaftet ca. 79 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), der Industriesektor ca. 20 % und die Landwirtschaft trägt 1 % bei.

Regierungsform

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine präsidiale Bundesrepublik. Seit dem 20. Januar 2017 ist Donald Trump Staats- und Regierungschef sowie Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ist somit der 45. Präsident der USA. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt 4 Jahre.

Bevölkerung

In den USA leben ca. 319 Mio. Menschen, was 33 Einwohnern je km² entspricht. Doch die Bevölkerungsdichte schwankt je nach Gebiet sehr stark. So lebt an der Atlantikküste zwischen Boston und Washington ein Fünftel der US-Amerikaner (District of Columbia mit 3.912 Einwohnern je km²). Aber auch an der Ostküste, rund um die Großen Seen und an der Pazifikküste/Kalifornien gibt es eine sehr hohe Bevölkerungsdichte. Als menschenarm kann man dagegen die Gebiete der trockenen Plains, des Kordillerenbereichs und des borealen Waldlandes mit unter 2 Einwohnern je km² sowie die Tundra in Alaska mit gerade einmal 0,36 Einwohnern pro km² bezeichnen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika gelten als Schmelztiegel der Völker. Den größten Anteil bilden mit 74 % der Bevölkerung die europäischstämmigen Amerikaner. Afroamerikaner, meist Nachkommen der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % der Bevölkerung und leben vor allem im Süden und in den großen Industriestädten des Nordens, wie Detroit. Einen Anteil von 11 % an der Gesamtbevölkerung haben Hispano-Amerikaner (Amerikaner mit lateinamerikanischer Herkunft). Sie leben vor allem im Südwesten der USA und in Florida, ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig. Mit nur 4 % bilden die asiatischen Einwanderer einen sehr kleinen Bevölkerungsanteil. Die größte Gruppe unter ihnen stellen die Chinesen, gefolgt von den Philippinos und den Japanern. Die Indianer („Native Americans“) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit, nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Nur ein Fünftel der Indianer lebt in Reservaten, das größte ist das Navajo-Reservat in New Mexico, Arizona und Utah mit 134.000 Einwohnern. Den größten indianischen Anteil hat Oklahoma (252.000 Einwohnern), gefolgt von Kalifornien, Arizona, New Mexico und Alaska. Heute lebt ein Drittel der Indianer unter der Armutsgrenze. Besonders schlimm ist die Situation in den Reservaten.

Sprache

Die USA haben bisher keine einheitliche Amtssprache festgelegt, doch ist die meist gesprochene Sprache Englisch, und auch alle amtlichen Schriftstücke werden in Englisch verfasst. Außerdem werden noch viele Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und die Sprachen anderer Immigranten gesprochen. Besonders hoch ist der Spanisch sprechende Anteil.

Religion

Es gibt kein offizielles Register über den Religionsstatus der US-Amerikaner, aber es werden immer wieder Umfragen durchgeführt. 80 % der Bevölkerung gehören einer Religionsgemeinschaft an. Davon sind 37 % protestantische Gemeinschaften (Baptisten, Methodisten, Lutheraner, Presbyterianer), 23 % der römisch-katholischen Kirche, 2 % Juden, 0,8 % Muslime.

Kanada

Geographie und Landschaft

In Kanada leben ca. 36,7 Mio. Einwohner auf einer Landesfläche von 9.984.670 km². Damit ist Kanada das zweitgrößte Land der Welt. Im Nordwesten grenzt es an Alaska (USA), im Nordosten an Grönland (Dänemark), im Süden an die USA, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Hauptstadt ist Ottawa mit rund 934,000 Einwohnern. Der höchste Berg des Landes ist der Mount Logan mit 5.951 m.

Das Land verfügt über eine Vielzahl von Landschaften mit Wäldern, Gebirgszügen, Seen, Steppengebieten bis hin zu Eisfeldern und unendlich scheinenden Getreidefeldern.
Insgesamt bietet Kanada eine fast 250.000 km lange Küstenlinie und im Inneren etwa zwei Millionen Seen.
Der Norden Kanadas wird geprägt von einer Tundralandschaft, wobei der hohe Norden so gut wie das ganze Jahr über von Eis bedeckt ist. Im Westen und Süden ernährt das wärmere, fruchtbare Land der Kordilleren und Prärien die Bevölkerung. Im Osten ist das Gebiet der Großen Seen ein wichtiges Zentrum der kanadischen Landwirtschaft.

Bevölkerung und Religion

Die letzte Volkszählung fand in Kanada 2016 statt. Damals wurden 35,15 Millionen Menschen gelistet, wovon etwa 62 % Christen sind. Der Rest verteilt sich auf andere religiöse Gruppen.
Insgesamt leben in Kanada noch ca. 1,2 Millionen einheimische Kanadier, die sich in drei Untergruppen gliedern – Angehörige der First Nations (ca. 700.000), Metis (indianisch-französischer Abstammung, ca. 390.000) und Inuit (ca. 50.000). Rund 60 % der einheimischen Kanadier sind registrierte Indianer, was bedeutet, dass sie offiziell in Reservaten leben. Allerdings sind von den insgesamt 2.370 Reservaten nur noch 900 bewohnt. Die größte First-Nation Gruppe sind die Six Nations, welche in Ontario leben. Diese Gruppe setzt sich aus Mohawk, Delaware und Seneca zusammen.
Im Norden leben die Inuit, welche 1999 mit dem Bundesland Nunavut („Unser Land“) eine halbautonome Region geschaffen haben.

Wirtschaft

Kanada gehört zu den wirtschaftlich führenden Ländern der Erde. Ein enormer Reichtum an Bodenschätzen und pflanzlichen Rohstoffen sowie land- und forstwirtschaftliche Anbauflächen lassen Kanadas Wirtschaft blühen. Etwa zwei Drittel der Energie wird aus Wasserkraft, Wind- und Solaranlagen sowie Erdwärme gewonnen. Die kanadischen Präriegebiete zählen mit zu den bedeutendsten Kornkammern der Erde. Auch die Industrie ist hoch entwickelt und genießt Weltruf.

Sprachen

Englisch und Französisch, wobei sich das Französische auf den Raum Québec und auf die Provinz New Brunswick konzentriert. Etwa 6,5 der 33 Millionen Kanadier sprechen französisch.